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Hrant Dink Forum Köln

Buchmesse Ruhr - Ehrengast Osman Okkan


Zur Eröffnung der 11. Deutsch-türkischen Buchmesse Ruhr (29. April - 8. Mai 2016) hält der international bekannte Komponist, Sänger Schriftsteller und Filmregisseur Zülfü Livaneli eine Laudatio auf den diesjährigen Ehrengast, den Kölner Journalisten, Filmemacher und Mitbegründer des KulturForum TürkeiDeutschland Osman Okkan.

Mehr Informationen zum Programm (->LINK)

[April 2016]


Neues Filmportrait "Ara Güler"


Am 13. März 2016 wurde das Filmportrait "Ara Güler - A Legend of Istanbul" von Osman Okkan (30 Min./sonamedia 2016) in Istanbul zum ersten Mal aufgeführt. Zur Premierenfeier kamen neben Ara Güler auch der Nobelpreisträger Orhan Pamuk, Can Dündar, Murat Belge, Dogan Hizlan, Sener Sen, Ugur Yücel und viele weitere Gäste.

Der Filmemacher Osman Okkan hat den 1928 in Istanbul geborenen Fotografen Ara Güler ("das Auge Istanbuls"), der armenische Wurzeln hat, mehrere Jahre begleitet, u.a. nach Armenien, nach Aphrodisias und bei seinen Spaziergängen am Bosporus.

Für die Opfer eines Anschlags mit bis zu 37 Toten in Ankara am selben Abend fand spontan eine Gedenkminute statt. Das KulturForum verurteilt diese Tat. 


Verhaftungen nach Friedensaufruf


 

In der Türkei wurden im Januar mindestens 24 AkademikerInnen festgenommen. Sie hatten eine Petition unterschrieben, in der die türkische Regierung für ihr Vorgehen gegen die kurdische Bevölkerung im Osten des Landes kritisiert – und ein friedlicher Dialog eingefordert wird. Den Festgenommenen wird „Propaganda für eine Terrororganisation“ (PKK) vorgeworfen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hatte auch die Universitäten aufgefordert, gegen die Unterzeichner vorzugehen. Der Friedensaufruf war von über 1000 internationalen AkademikerInnen unterschrieben worden, darunter der US-Amerikaner Noam Chomsky.

Die Internetseite der „Akademiker für Frieden“, wie sich die Wissenschaftler nennen, ist seit Mitte Januar nicht mehr aufrufbar. Das KulturForum TürkeiDeutschland solidarisiert sich mit den Unterzeichnern des Aufrufes und schließt sich den Forderungen nach sofortiger Freilassung an.

Seit einem erneuten Scheitern einer Waffenruhe zwischen der türkischen Regierung und der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK war im Juli 2015 die Gewalt zwischen beiden Seiten wieder aufgeflammt. Hunderte Menschen wurden getötet, in mehreren Städten in den Kurdengebieten verhängte die Regierung Ausgangssperren.


Skandalöse Forderung der türkischen Staatsanwaltschaft: Lebenslange Haft für Can Dündar und Erdem Gül?


 

Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) schlägt Alarm angesichts der skandalösen Forderung der türkischen Staatsanwaltschaft nach lebenslangen Haftstrafen für die Journalisten Can Dündar und Erdem Gül.
Der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, und sein Kollege Erdem Gül sitzen seit Ende 2015 unter anderem wegen Spionagevorwürfen und Terrorverdacht in Untersuchungshaft.

Christoph Dreyer, Sprecher von "Reporter ohne Grenzen" in der tagesschau. "Wer kritischen Journalismus treibt, muss damit rechnen, Prozesse an den Hals zu kriegen oder im Gefängnis zu landen." Wer die Regierungspolitik kritisiert, werde vor Gericht gezerrt.

„Sie versuchen, uns, die Gesellschaft, das Land, die Welt, in eine einzige Farbe zu sperren“, schreibt Can Dündar aus seiner Gefängniszelle. „Ein einziger Chef soll reden, aus einem Mund sollen alle ihn rühmen, keinen einzigen Widerspruch soll es geben. Sie fürchten jede andere Farbe, die sich der Einzahl widersetzt. Wie das ,Weiß‘ soll jeder sich seiner Farben entledigen und vor der Fahne der Kapitulation niederknien.“

Das KulturForum TürkeiDeutschland unterstützt die harsche Kritik der ROG an der Pressefreiheit in der Türkei und solidarsiert sich mit Dündar und Gül.
Mehr Informationen:


Dienstag, 19. Januar 2016 18.30 UHR | Dokumentarfilm MORDFALL HRANT DINK – ARMENIER IN DER TÜRKEI


Deutschland 2009/2014 | 55 Minuten | R+B: Osman Okkan | Produktion: WDR | FSK nicht geprüft

Osman Okkan wird leider nicht dabei sein können, bittet um Nachsicht und lädt alle Intessenten und Freunde in der Gegend ein:

Kaum ein Ereignis hat die Türkei in den letzten Jahren so erschüttert wie die Ermordung des türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink, Herausgeber der zweisprachigen Wochenzeitung „Agos“, der am 19. Januar 2007 vor dem Verlagsgebäude erschossen wurde. Das Echo auf diese Tat war weltweit riesig, vor allem auch in der Türkei. Der vielfach ausgezeichnete Filmemacher Osman Okkan zeichnet in seiner Dokumentation den Lebensweg und die Ermordung Hrant Dinks nach, folgt den Etappen der mühseligen Wahrheitsfindung im Prozess und zeigt Menschen, die sich von Dinks Mut inspiriert fühlen, das Thema des Völkermords an den Armeniern in die Öffentlichkeit zu tragen.

19.30 Uhr | GESPRÄCH
Der Völkermord an den Armeniern 1915/16 – Geschichte und Gegenwart
Über die historischen und aktuellen Dimensionen des Genozids an den Armeniern sprechen
Cem Özdemir, Sibylle Thelen, Osman Okkan und Dr. Raffi Kantian
Moderation: Dr. Harald Haury

Cem Özdemir ist Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, Mitglied des Deutschen Bundestags und einer derjenigen, die sich für die Anerkennung des Völkermords seit Jahren einsetzen. Sibylle Thelen ist Leiterin des Bereichs Gedenkstättenarbeit bei der Landeszentrale für politische Bildung in Stuttgart sowie Turkologin und Autorin des Buchs „Die Armenierfrage in der Türkei“, das 2010 erschien. Der deutsch-türkische Journalist und Filmemacher Osman Okkan war lange Jahre Redakteur und Moderator beim Westdeutschen Rundfunk und ist Mitbegründer des Hrant Dink Forums Köln. Dr. Raffi Kantian ist seit 1999 Vorsitzender der Deutsch-Armenischen Gesellschaft und Herausgeber mehrerer Bücher über Armenien.

Eintritt frei | Flyer | koki-es.de 

Kommunales Kino, Maille 4-9, 73728 Esslingen


Gedenkveranstaltung zum 9. Todestag von Hrant Dink


Die zentrale Kölner Gedenkveranstaltung zum 9. Todestag des armenischen Journalisten Hrant Dink (1954-2007) findet statt am Sonntag, 17. Januar 2016, um 16 Uhr in der Alten Feuerwache Köln (Melchiorstraße 3).

An einem Podiumsgespräch nehmen teil: PETROS MARKARIS, Schriftsteller | KARIN KARAKAŞLI, Redakteurin der armenisch-türkischen Wochenzeitung Agos | DOĞAN AKHANLI, Schriftsteller | DR. RAFFI KANTIAN, Publizist.

Den musikalischen Rahmen gestalten STEPAN GANTRALYAN & MAURICIO ALMANZOR.

Moderiert wird der Nachmittag von Lale Konuk

Der Eintritt beträgt 5 EUR. Karten können ab sofort beim KulturForum reserviert werden. Eine Veranstaltung des KulturForum TürkeiDeutschland in Kooperation mit der deutsch-armenischen Gesellschaft und dem Hrant Dink Forum Köln.


Can Dündar: Brief aus dem Gefängnis


"Meine Straftat besteht aus einem Artikel, der die Regierung einer Lüge überführt", schreibt der in der Türkei inhaftierte Journalist Can Dündar, Chefredakteur der türkischen Tageszeitung Cumhuriyet.

Der Brief, aus dem dieses Zitat stammt, wurde von Dündars Anwälten an die Öffentlichkeit gebracht und in einer deutschen Übersetzung im Spiegel (52/2015) abgedruckt. (>>LINK)


Solidarität mit Can Dündar und Erdem Gül


Die Journalisten Can Dündar, Chefredakteur der liberalen türkischen Zeitung Cumhuriyet, und ihr Ankara-Korrespondent Erdem Gül sitzen weiter in der Türkei in Haft. In Kooperation mit dem KulturForum TürkeiDeutschland und vielen prominenten Unterstützern richtete das deutsch-türkische Literaturfestival „Literatürk“ im Internet eine Solidaritätsseite mit Hintergrund- und aktuellen Informationen ein.

In dem Aufruf heißt es: "Auf dieser Seite wollen wir Fakten und Hintergründe dokumentieren und Informationen über Solidaritätsaktivitäten mit Can Dündar und Erdem Gül zusammenstellen und verbreiten. Die Briefe und wichtigen Dokumente der verhafteten Journalisten, wie die Verteidigunsreden vor Gericht, werden ins Deutsche übersetzt.

speakupforfreepress.jimdo.com

Eine internationale Solidaritätskampagne auf change.org wurde im Dezember 2015 bereits von über 2300 Menschen unterstützt. (>>LINK)


"Das Grundrecht auf Asyl kennt keine Obergrenze"


  • Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich in einem Interview mit der Rheinischen Post eindeutig für den Schutz politisch verfolgter Menschen aus: "Das Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte kennt keine Obergrenze." (>>LINK)
  • Wer bekommt Asyl? Wer kann Deutscher werden? Welche Routen nehmen die Flüchtlinge? Wie kann man helfen? Spiegel Online hat Antworten zusammengestellt: (>>LINK)
  • Jetzt muss sich zeigen, was die europäischen Grundrechte wirklich wert sind. Jetzt muss sich zeigen, was es wirklich auf sich hat mit dem Motto vom "Raum des Rechts, der Sicherheit und der Freiheit", schreibt Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung. (>>LINK)

 

Filmnächte über den Gezi-Park


Am 15. Juli und am 22. Juli 2015 jeweils um 19:30 Uhr präsentiert das KulturForum in der Alten Feuerwache in Köln zwei Filme: 

„Ein Traum von Istanbul“ – „Istanbul Hayali“: Portrait des „Gezi“-Architekten Aron Engel (99 Min., TR 2013), von Perihan Bayraktar

„Bis dass die Liebe die Welt erobert“ – „Yeryüzü Aşkın Yüzü Oluncaya Dek“: Dokumentarfilm von Reyan Tuvi über den Volksaufstand im Gezi-Park am Taksim-Platz 2013 (100 Min., TR 2013)

Mehr Infos (>>HIER)

[Juli 2015]


"Mordfall Hrant Dink" in Mainz


Am 16. Juli 2015 wurde die aktualisierte Dokumentation „Mordfall Hrant Dink – Armenier in der Türkei“ von Osman Okkan an der Universität Mainz gezeigt.
ARD-Tipp: „Der Filmemacher folgt den Etappen der mühseligen Wahrheitsfindung im Prozess und zeigt Menschen, die sich von Dinks Mut inspiriert fühlen, das Thema des Völkermords an den Armeniern in die Öffentlichkeit zu tragen, vom jungen Journalisten bei Agos bis zum Regisseur Fatih Akin, dessen Film The Cut vor dem Hintergrund der Ereignisse von 1915 spielt und gerade auch in der Türkei gezeigt worden ist.“ Infos (>>HIER) Plakat (>>HIER)

[Juli 2015]


Überraschende Türkei-Wahl


Erstmals in ihrer Geschichte erreichte die AKP am vergangenen Sonntag bei einer Parlamentswahl nicht die absolute Mehrheit (41 Prozent). Experten sehen das Votum als eine Absage an die Einführung eines präsidialen Systems. "Die Zeit" sieht in der Wählerentscheidung zudem einen "Beweis für die Wehrhaftigkeit der türkischen Demokratie gegen allzu machthungrige Politiker". Die pro-kurdische HDP erhielt 13,1 Prozent.

Im Vorfeld der Wahl hatte es massive Proteste und Konflikte gegeben. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte ein Ende der "Schikanen von Staatsführung und Behörden" gegen kritische Medien gefordert. Es kam zu Angriffen auf die pro-kurdische Partei HDP mit Toten und Verletzten in mehreren Städten.

[Juni 2015]


Das KulturForum trauert um Günter Grass


"Eine der wichtigsten Stimmen Deutschlands" (Süddeutsche Zeitung), "Die Stimme der Nachriegszeit" (Tagesschau) - Nobelpreisträger Günter Grass starb im April im Alter von 87 Jahren in Lübeck.

Mit dem Tod unserer beiden Ehrenvorsitzenden Günter Grass und Yasar Kemal innerhalb weniger Wochen geht nicht nur für das KulturForum ein kulturell und politisch bedeutsamer Zeitabschnitt zu Ende: die Ära von literarischen Persönlichkeiten, die sich in ihren jeweiligen Gesellschaften und darüber hinaus durch ihre künstlerisch-sprachliche Fähigkeiten einen solchen Ruhm erarbeiteten, dass sie jederzeit und überall Gehör fanden und sich in gesellschaftliche Debatten einmischten, in denen sie sich mit starken Worten einsetzten für benachteiligte Minderheiten und immer wieder für eine demokratische, aufklärerische Debattenkultur.

[April 2015]


"Meinungsfreiheit in der Türkei" - Vortrag, Film, Gespräche


Anlässlich des Todes Yaşar Kemals laden der Städtepartnerschaftsverein Köln-Istanbul und das KulturForum am 14. April 2015 um 19 Uhr ein zu einem Vortrag von Osman Okkan über „Meinungsfreiheit in der Türkei“. Anschließend findet eine Gesprächsrunde statt und die Dokumentation Yaşar Kemal – Zwischen Poesie und Politik" aus der WDR-Reihe „Menschenlandschaften – Sechs Autorenportraits der Türkei“ wird gezeigt. Ort: Kölner Rathaus, Spanischer Bau.


Zehntausende bei Trauerfeier für Yaşar Kemal


Zehntausende kamen in Istanbul zu einer Trauerfeier für den Dichter, Rebellen und Volkshelden Yaşar Kemal, darunter der ehemalige Staatspräsident Abdullah Gül. Sie nahmen Abschied von dem wohl größten zeitgenössischen Schriftsteller der Türkei, der im Alter von 92 Jahren gestorben war - vor der Moschee in Teşvikiye, auf dem Friedhof in Zincirlikuyu und schließlich bei einer Trauerfeier mit hochkarätigen Gästen, darunter Zülfü Livaneli, im überfülltenn Lütfi-Kırdar-Saal, organisiert unter anderem vom KulturForum TürkeiDeutschland. (Foto: Taraf)

Die türkische Presse berichtete ausführlich und mit großer Anerkennung für den kurdischen Dichter und Friedenspreisträger - wie bereits seit dem Tod Kemals am 28. Februar 2015. Der deutsche Nobelpreisträger Günter Grass schrieb in der Cumhuriyet über seinen Freund und Dichterkollegen Yaşar Kemal. (>>LINK)

Fast zeitgleich hatte der inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan seine Anhänger zur Niederlegung ihrer Waffen aufgefordert und damit neue Hoffnung auf ein Ende des türkisch-kurdischen Konflikts in der Türkei gegeben. (>>LINK)

Kemal hatte sich sein Leben lang für eine Verständigung zwischen Türken und Kurden eingesetzt und für sein stets friedliches Engagement mehrere Gefängnisstrafen auf sich genommen.

Nachruf KulturForum TürkeiDeutschland (>>HIER)

Medienberichte (>>HIER)

[März 2015]


Yaşar Kemal gestorben


Unser  Ehrenvorsitzender, Freund, Begleiter, Vorbild und Vorausdenker Yaşar Kemal, eine herausragende poetische und politische Stimme der türkischsprachigen Literatur und Dichtung, die auch im Ausland Beachtung fand, ist von uns gegangen. Am 28. Februar 2015 starb Yaşar Kemal in Istanbul im Kreise seiner Familie.

Günter Grass hatte Kemal als einen Schriftsteller jenseits des Elfenbeinturms bezeichnet. In der Türkei war er unumstritten einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller, eine intellektuelle, moralische und politische Instanz. Trotz oder vielleicht aufgrund seiner multikulturellen Identität, aufgewachsen mit einem türkischen Vater und einer kurdischen Mutter, wirkte er immer auch versöhnend zwischen den Kulturen. (Bild KF; mit Osman Okkan)

Nachruf (>>HIER)


Hrant Dink und die Erinnerungskultur


In Gedenken an den ermordeten armenischen Journalisten Hrant Dink (1956-2007) luden die Deutsch-Armenische Gesellschaft und das KulturForum TürkeiDeutschland als Teil des  Hrant Dink Forum Köln am 25. Januar 2015 ein zu einer interkulturellen Veranstaltung zur Stärkung des Dialogs und der Verständigung.

"1915–2015: Hrant Dink und die Erinnerungskultur"

Mit MIGIRDIC MARGOSYANHAYKO BAGDAT l NAVID KERMANI l GÜNTER WALLRAFF l DOGAN AKHANLI l ILIAS UYAR l MURAD BAYRAKTAR l BERIVAN AYMAZ l RAFFI KANTIAN
Musik: ANNA DEINYAN, SATIK TUMYAN, HAYK DEINYAN.

Mehr Infos und Programm (>>HIER)

Flyer (>>HIER)

[Januar 2015]


Bundesverdienstkreuz "Engagement für Integration"


Im Juli 2014 überreichte Bundespräsident Joachim Gauck das Bundesverdienstkreuz an 25 Personen in Deutschland, die sich "in herausragender Weise um die Integration von Zugewanderten und ein gutes Miteinander in unserer Gesellschaft verdient gemacht" haben, die sich gegen Diskriminierung, Gewalt und Rassismus oder für die Stärkung von Frauenrechten einsetzen. Unter ihnen KF-Vorstandssprecher Osman Okkan, der allen Mitarbeiter/-innen, Ehrenamtlichen und Unterstützern des KulturForum für die erfolgreiche Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren dankt. Das KulturForum gratuliert allen, die diese Auszeichnung erhalten, darunter Hüseyin Sıtkı, Gründer des Türkischen Filmfestivals Frankfurt. (Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

[Juli 2014]


Elif Safak in Köln


Im April 2014 stellte die türkische Autorin Elif Safak im Literaturhaus Köln ihren neuen Roman "Ehre" (Kein & Aber) vor. Elif Shafak beschreibt darin zwei Welten, die sie gut kennt; sie selbst lebt in London und Istanbul. Ihre Bucher sind in mehr als 30 Ländern erschienen – und haben immer wieder Diskussionen ausgelöst. Ihren neuen Roman stellte sie im Gespräch mit Osman Okkan vor. Übersetzung: Murad Bayraktar. Den deutschen Text las Edda Fischer. Der Abend fand in Kooperation mit dem KulturForum statt.

[April 2014]


Jubiläumskonzert im WDR am 22. Dezember


Für alle, die keine Karten mehr bekommen konnten:

Das Konzert mit Zülfü Livaneli, Maria Farantouri, dem Oud-Virtuosen Ara Dinkjian aus New York, Mehmet Akbaş und Anna Déinyan vom 24. November 2013 wird am 22. Dezember 2013 im WDR-Funkhaus Europa ausgestrahlt: 18 - 20 Uhr, Cafe Alaturka. Mehr unter www.funkhauseuropa.de

Mit dem Konzert unter dem Motto "Frieden jetzt!" im ausverkauften WDR-Klaus-von-Bismarck-Saal in Köln feierte das KulturForum sein 20-jähriges Bestehen - zusammen mit der Freundschaftsinitiative GriechenlandTürkei, die seit 25 Jahren besteht. 

[Dezember 2013]


Livaneli und Farantouri in Köln


Zülfü Livaneli, Maria Farantouri, der Oud-Virtuose Ara Dinkjian aus New York, Mehmet Akbaş und Anna Déinyan standen am 24. November 2013 gemeinsam unter dem Motto "Frieden jetzt!" auf der Bühne des ausverkauften WDR-Klaus-von-Bismarck-Saals in Köln. Mit diesem internationalen Konzert feierte das KulturForum sein 20-jähriges Bestehen - zusammen mit der Freundschaftsinitiative GriechenlandTürkei, die seit 25 Jahren besteht. 

[November 2013]


Solidarität aus Deutschland


Nach dem Aufruf zahlreicher Intellektueller aus der Türkei unter der Überschrift "Wir sind besorgt" solidarisieren sich immer mehr Künstler/-innen und Politiker/-innen aus Deutschland mit den Oppositionellen in der Türkei und protestieren gegen die anhaltende Polizeigewalt und Repressionen.

Zu den Unterzeichnenden aus der Türkei gehören Yasar Kemal, Ara Güler, Orhan Pamuk, Zülfü Livaneli, Fazil Say und viele andere.

Der vom KulturForum unterstützte Aufruf im Wortlaut mit den Namen der Unterzeichnenden (DE)   ENG)   (TR)   (FR)

Die Solidaritätserklärung aus Deutschland wurde unterzeichnet von Günter Grass, Mario Adorf, Wladimir Kaminer, Cem Özdemir, Claudia Roth, Shermin Langhoff, Sibel Kekilli, Recai Hallac, Osman Okkan und vielen anderen (>>HIER)


Offener Brief von Fatih Akin an Präsident Gül


In einem Offenen Brief an den türkischen Staatspräsidenten Abdullah Gül schreibt der Hamburger Starregisseur Fatih Akin: "Ich appelliere an Ihr Gewissen: Stoppen Sie diesen Irrsinn!" (Bild: Taraf)

Zuvor hatte er mit anderen Schauspielern, Filmemachern und Schriftstellern an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, für eine Ende der Gewalt in der Türkei einzutreten. In einem offenen Brief an Merkel heißt es: "Bitte schauen Sie nicht zu." 

Akins Appell haben zahlreiche Persönlichkeiten aus Deutschland und der Türkei unterzeichnet, darunter: Dani Levy, René Pollesch, Sebastian Nübling, Lukas Langhoff, Sibel Kekilli, Jan Josef Liefers, Anna Loos und zahlreiche Autorinnen und Autoren.

Der Offene Brief im Wortlaut (>>HIER)


 

"BAŞIN ÖNE EĞİLMESİN... / LASS DEN KOPF NICHT HÄNGEN..."


Zum 65. Todestag des türkischen Autors Sabahattin Ali (1907-1948) fand am 19. April eine Veranstaltung an der Universität Köln statt.

Im Anschluss an die Dokumentation "Sabahattin Ali" von Nilgün Matkav las der Schauspieler Bernt Hahn Texte von Sabahattin Ali. Anschließend im Gespräch: Prof. Dr. Filiz Ali, Tochter von Sabahattin Ali, Dr. Lale Akgün, NRW-Staatskanzlei, Ute Birgi, Übersetzerin, Hüseyin Erdem, Literaturwissenschaftler. Moderation: Osman Okkan, KulturForum

Sabahattin Ali, geboren 1907, war einer der bekanntesten Vertreter der modernen Literatur der Türkei. Wegen eines satirischen Gedichts wurde er 1932 angeklagt und inhaftiert. Mit Aziz Nesin war er befreundet, gemeinsam gaben sie ein Satiremagazin heraus. Auf der Flucht vor einer weiteren Haftstrafe wurde er 1948 getötet. Auf Deutsch erschienen: "Der Dämon in uns", Unionsverlag 2007 und "Madonna im Pelzmantel", Doerlemann 2008.

[April 2013]


"Menschenlandschaften" in Antalya


Am 22. März 2013 wurden die Filmportraits der Reihe "Menschenlandschaften" an der Akdeniz Universität in Antalya präsentiert. Anschließend fand ein Gespräch mit Regisseur Osman Okkan statt. Mehr (>>HIER)

Anfang März war die Reihe in Izmir an der Hochschule für Wirtschaft und an der Ege Universität zu sehen. Zuvor wurden die die Filme auf Englisch an der amerikanischen Universität The New School in New York präsentiert.

Mehr (>>HIER)

[März 2013]


Rolf Becker liest Armin T. Wegner


Am 26. Februar 2013 las Rolf Becker aus "Der Knabe Hüssein - Erzählungen aus Anatolien" von Armin T. Wegner.

Rahmenprogramm: Armenische, kurdische und türkische Musik von und mit Aslı Dila Kaya.

Eine Veranstaltung der Armin T. Wegner Gesellschaft zum Start der Werkausgabe des verfolgten Schriftstellers - in Kooperation mit KulturForum, P.E.N-Zentrum Deutschland

Alte Feuerwache Köln

[Februar 2013]


Hasan Cemal in Berlin und Köln


Im Januar stellte der türkische Autor Hasan Cemal, Enkel des für den Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich mitverantwortlichen Cemal Pascha, sein neues Buch "1915 - Ermeni Soykırımı" (1915 - Genozid an den Armeniern) an der HU Berlin und der Universität zu Köln vor.

Im Rahmen der Gedenkveranstaltungen für den 2007 ermordeten türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink. Foto: Jan Taşçı

Mehr (>>HIER)

[Januar 2013]


Auszeichnung


Anfang Dezember 2012 erhielt der Filmemacher und Vorstandssprecher des KulturForum, Osman Okkan, in Düsseldorf das Verdienstkreuz des Landes NRW, überreicht von Hannelore Kraft (Foto: Hülya Sahin). Prof. Recep Keskin, Vorstandsmitglied des KulturForum und Vorsitzender des Verbandes ATIAD, erhielt am 15. Dezember 2012 das Bundesverdienstkreuz.

Presseberichte (>>HIER)

[Dezember 2012]


"Menschenlandschaften" in der Türkei


Die Filmreihe "Menschenlandschaften" mit Portraits der Autoren Nazim Hikmet, Yasar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Safak, Murathan Mungan und Asli Erdogan von Osman Okkan lief im Oktober 2012 mit großer Presseresonanz auch im türkischen Fernsehen (TRT-Türk). Parallel zu den laufenden Seminaren und Vorlesungen an den deutschen Universitäten wird die Reihe 2013 an mehreren türkischen Hochschulen als Seminarthema behandelt. Die Reihe wird am 5. Februar 2013 auch in der Abschlusslesung des Instituts Literatur und Medien an der Universität Essen vorgestellt [LINK]

TERMINE (>>HIER) | INFORMATIONEN (>>HIER) | PRESSESTIMMEN (>>HIER)

[Dezember 2012]


"Menschenlandschaften" in Essen


Am 19. Oktober wurde im Rahmen der Buchmesse Ruhr2012 der Film "Aslı Erdoğan: Grenzgängerin zwischen Himmel und Tod – Cennetin ve Ölümün Sınırında" aus der Reihe "Menschenlandschaften – İnsan Manzaraları" von Osman Okkan im Museum Folkwang Essen gezeigt. Anschließend fanden eine Lesung und ein Gespräch mit Aslı Erdoğan und Osman Okkan statt.

Am 29. März 2012 fand in Köln ein Pressegespräch mit Aslı Erdoğan statt. (>>HIER)

[Oktober 2012]


Lesung mit Oya Baydar, Melek Ulagay


Am 5. Oktober stellten die türkischen Autorinnen Oya Baydar und Melek Ulagay in der Zentralibibliothek Essen ihr im Frühjahr 2013 im Orlanda-Verlag erscheinendes Buch "Erzählen, um zu verstehen" vor. Anschließend Gespräch. Moderation: Osman Okkan, Übersetzung: Sabine Adatepe.

Im Rahmen des 8. türkisch-deutschen Festival Literatürk, das vom 1. bis 7. Oktober 2012 an unterschiedlichen Orten in Essen und im Ruhrgebiet stattfand, in Kooperation mit dem KulturForum u.a.

[Oktober 2012]


Preisverleihung


Am 29. Juni 2012 wurde dem KulturForum im Kleinen Sendesaal des WDR Funkhaus am Wallrafplatz der "Kulturpreis" der Kulturpolitischen Gesellschaft verliehen.

Mit Aslı Erdoğan, einer Video-Grußbotschaft von Günter Grass und anderen prominenten Gästen - bei Musik, Podiumsgespräch & Empfang.

Mehr Informationen (>>HIER)

[Juni 2012]


Wanderausstellung in Wiesbaden


Bis August 2012 war die zweisprachige Ausstellung "Erinnerungen an eine neue Heimat. Aus dem Leben deutscher Frauen in Istanbul und türkischer Frauen in Berlin" im frauen museum wiesbaden zu sehen. Ein zweisprachiger Katalog zur Ausstellung und zwei begleitende Filme auf DVD (Deutsch, Türkisch) sind über das KulturForum erhältlich.

Mehr INFORMATIONEN (>>HIER)

[September 2012]


"Mordakte Hrant Dink" in Gelsenkirchen


Am 23. Mai 2012 wurde im Kulturraum "die flora" in Gelsenkirchen die 2010 mit dem Intermedia-Globe in Gold ausgezeichnete Dokumentation "Mordakte Hrant Dink - Armenier in der Türkei" (WDR/ARTE 2009) von Osman Okkan und Simone Sitte gezeigt. Anschließend Gespräch mit dem Regisseur. Mehr (>>HIER)

Mehr Informationen zum Film (>>HIER)

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Integrationsbeauftragten der Stadt Gelsenkirchen. Am 9. Mai 2012 wurde in der gleichen Reihe der Film "Aghet - Ein Völkermord" von Eric Friedler gezeigt.

[Mai 2012]


Buch: "Auf Zeit. Für immer"


Das Buch "Auf Zeit. Für immer - Zuwanderer aus der Türkei erinnern sich" erschien im Oktober 2011 bei der Bundeszentrale für politische Bildung und im Kiepenheuer & Witsch Verlag. Herausgegeben von Dorte Huneke und Jeannette Goddar, mit Beiträgen von Günter Wallraff, Barbara John, Osman Okkan u.a.

Mehr Termine und Informationen (>>HIER)

Ausschnitte aus dem Buch (>>HIER)     Pressestimmen (>>HIER)

[Februar 2012]


50 Jahre Migration aus der Türkei


Zum 50. Jahrestag des Anwerbeabkommens mit der Türkei schloss das KulturForum eine Projektpartnerschaft mit dem Dokumentationszentrum und Museum für Migration in Deutschland (DOMiD), der Stiftung Zentrum für Türkeistudien und Integrationsforschung und der Türkischen Gemeinde in Deutschland.

Projekte und Publikationen zum Jahrestag (>>HIER)


Hintergrundgespräche mit BK Angela Merkel


Bereits mehrfach empfing Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel eine Gruppe leitender Redakteure türkischsprachiger Medien in Deutschland zu einem Hintergrundgespräch im Kanzleramt. Organisiert wurden die Termine vom KulturForum TürkeiDeutschland. Foto: Bundesregierung, Steffen Kugler

Mehr Informationen (>>HIER)

[November 2010]


Ehrenvorsitz: Günter Grass, Yaşar Kemal


Das KulturForum organisierte in den vergangenen Jahren mehrere Begegnungen der weltberühmten Autoren Günter Grass und Yaşar Kemal, den Ehrenvorsitzenden des KulturForum - in Lübeck, Berlin, Istanbul.

Informationen zu Veranstaltungen und Publikationen (>>HIER)


Ältere Beiträge


Weitere Veranstaltungen und Publikationen des KulturForum (>>HIER LESEN)

Nachrufe, Stellungnahmen (HIER)



Künstler machen sich in der Causa Böhmermann für die Pressefreiheit stark


Nach dem Skandal um ein Schmähgedicht von Jan Böhmermann auf den türkischen Präsidenten haben viele KünstlerInnen in Deutschland sich mit dem ZDF-Satiriker solidarisiert. Unter anderem forderten Schauspieler Matthias Brandt, Pianist Igor Levit und Schauspielerin Katja Riemann in einem offenen Brief, die juristischen Ermittlungen unverzüglich einzustellen.

Das KulturForum verurteilt diesen und jeden anderen Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit in Deutschland - sowie in der Türkei. (->LINK)

Die Bundesregierung prüft derweil das Strafbegehren der Türkei. Böhmermann wurde unter Polizeischutz gestellt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erklärte: "Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass ein deutscher Botschafter wegen eines zugegebenermaßen unmöglichen satirischen Liedes einbestellt wird."

Frank Werneke, stellvertretender Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) erklärte: "Die Bundesregierung muss an dieser Stelle glaubwürdig die Meinungs- und Pressefreiheit verteidigen. Jan Böhmermann hat kein Schmähgedicht verfasst, sondern durch eine vorangestellte Erklärung auf subtile Art und Weise die Mechanismen von Satire und bedrohter Pressefreiheit dargestellt. Die Menschen in Deutschland erwarten, dass die Bundesregierung demokratische Grundrechte wie die uneingeschränkte Meinungs- und Kunstfreiheit ohne Wenn und Aber verteidigt. Auch und vor allem angesichts des Flüchtlingsabkommens mit der Türkei."(->LINK)

[April 2016]


Presse und Freiheit in der Türkei


März 2016

„Die Bundeskanzlerin muss endlich öffentlich Stellung beziehen zu den immer dreisteren Angriffen der Türkei auf unabhängige Medien und kritische Journalisten“, sagte ROG-Geschäftsführer Christian Mihr. Die Organisation verweist zudem mit Blick auf den laufenden EU-Türkei-Gipfel darauf, dass in der vergangenen Woche die türkische Justiz die Nachrichtenagentur Cihan unter staatliche Zwangsverwaltung gestellt hatte, ebenso wie zuvor schon die größte oppositionelle Zeitung Zaman. In der Gipfelerklärung der EU-Staats- und Regierungschefs fand sich keine Kritik daran. >>LINK

Lenz Jacobsen schreibt in der Zeit: "So ist dieser EU-Gipfel auch ein Test, ob Merkels bemerkenswerte, aber riskante Türkeipolitik funktioniert: Nur verhandeln, nicht anfassen." >>LINK

Von den zunehmenden Beschränkungen der Pressefreiheit in der Türkei sind auch deutsche Medien betroffen: Weil die türkischen Behörden seine Akkreditierung nicht verlängerten, zog der "Spiegel" im März 2016 seinen Türkei-Korrespondenten Hasnain Kazim aus Istanbul ab.
"In der Schwebe" (Süddeutsche): >>LINK

Nach Hinweisen der deutschen Sicherheitsbehörden auf geplante Anschläge gegen deutsche Vertretungen in der Türkei vor blieben am 17. März 2016 alle deutschen Vertretungen in der Türkei geschlossen.


Tagung zum Völkermord an den Armeniern


Am 5. September veranstalteten die Heinrich-Böll-Stiftung und die Deutsch-Armenische Gesellschaft eine internationale Tagung zum Genozid an den Armeniern im Osmanischen Reich.
Nach der historischen Ansprache  von Bundespräsident Gauck vom 23. April 2015 im Berliner Dom und der ebenfalls historischen Debatte im Deutschen Bundestag vom 24. April 2015 zum Völkermord an den Armeniern steht eine abschließende Resolution des Deutschen Bundestages noch aus. Diese soll in der zweiten Jahreshälfte verabschiedet werden.
Die Tagung sollte dazu beitragen, das Thema wieder ins Gedächtnis der Öffentlichkeit zu rufen, auch in das der Bundestagsabgeordneten. Mehr unter: www.boell.de



Chomsky über Griechenland, Europa und die USA


„Griechenland wird gerade zerstört“, erklärt Noam Chomsky in einem spannenden Interview mit Euronews. „In Griechenland war es die von den USA unterstützte faschistische Diktatur, die einen großen Teil der Schulden machte.“
Nachzulesen hier (>>LINK)


Seenotrettung


Über 1000 Menschen starben in den vergangenen Tagen auf der Flucht nach Europa. Das KulturForum setzt sich mit Pro Asyl für ein EU-Seenotrettungsprogramm sowie legale, gefahrenfreie Fluchtwege ein, um das Massensterben der Flüchtlinge beenden. Die EU muss endlich handeln. Wie Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung formulierte: "Diese Union tötet; sie tötet durch Unterlassen, durch unterlassene Hilfeleistung." (>>HIER) 

Mehr Infos (>>HIER)  

Mailaktion von Pro Asyl: (>>HIER) 


Solidarität mit Charlie Hebdo


Das KulturForum solidarisiert sich zusammen mit zahlreichen internationalen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Medien mit den Opfern der Anschläge gegen die Pressefreiheit in Paris: Bei dem Anschlag auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" im Januar 2015 wurden mindestens zwölf Menschen getötet, weitere verletzt.

Zehntausende Franzosen solidarisierten sich am Abend des Anschlags öffentlich mit "Charlie Hebdo" - ähnlich wie nach der Ermordung des armenischen Journalisten Hrant Dink im Januar 2007 in Istanbul Tausende sponan auf die Straße gingen.


Georg-Fritze-Gedächtnisgabe an Dogan Akhanlı


„Wir brauchen einen transnationalen Gedächtnisraum“, sagte der Kölner Autor Dogan Akhanlı, als er im September 2014 im Haus der Evangelischen Kirche in Köln die Georg-Fritze-Gedächtnisgabe erhielt. Die Auszeichnung erhalten Personen oder Gruppen, die sich für Opfer von Diktatur und Gewalt einsetzen. Die Laudatio hielt der Hamburger Filmemacher Fatih Akın.

Laudatio Fatih Akın (>>LINK)
Bericht Ev. Kirchenverband Köln und Region (>>LINK)


Protest am Tigris


Nicht nur zur WM in Brasilien oder in Qatar werden umstrittene Bauprojekte hinter geschlossenen Türen finanziert und umgesetzt, sondern auch in der Türkei, genauer in Hasankeyf. In dem Ort am Tigris soll nächstes Jahr ein Staudamm-Projekt realisiert werden, das wertvolle Geschichte zerstört. Ein sehenswerter Beitrag der Deutschen Welle zu diesem Thema bei "Global 3000 - Das Globalisierungsmagazin" (>>LINK)


Solidarität mit Bergleuten in Soma


Hunderte Bergleute verunglückten im Mai 2014 auf tragische Weise in der Stadt Soma im Westen der Türkei nach Ausbruch eines Feuers. Die türkische Zeitung "Sendika" (Gewerkschaft) fasst die Ereignisse und Hintergründe auf Englisch zusammen. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen der verunglückten Kumpels.

"Turkey's neoliberal Death Toll: Hundreds of Miners Died in Great Soma Massacre" <<LINK


Ehrung für Yasar Kemal


Der türkische Schriftsteller und Friedenspreisträger Yasar Kemal erhielt im September 2013 in Anwesenheit zahlreicher Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur vom armenischen Kulturministerium die Grigor Narekatsi Medaille. Das armenische Volk sei Kemal sehr verbunden wegen seines jahrzehntelangen Engagements für die Rechte der Minderheiten und für den Erhalt ihres kulturellen Erbes in der Türkei. Kemal hat sich unter anderem persönlich gegen die Zerstörung einer armenischen Kirche auf der Insel Achtamar im Van-See eingesetzt und sie vor der Zerstörung gerettet.


Prozess gegen Doğan Akhanlı vertagt


Der Prozess gegen den Kölner Autor Doğan Akhanlı wegen seiner angeblichen Teilnahme an einem Raubüberfall im Jahre 1989 wurde am 31. Juli 2013 vom Istanbuler Strafgerichtshof auf den 4. Oktober 2013 vertagt. Die Intiative gerechtigkeit-fuer-dogan-akhanli.de, die mit zahlreichen internationalen Unterstützern vor Ort vertreten war, unter anderem Günter Wallraff, bezeichnet die Entscheidung des Gerichts als "mutlos" und weist in einer Presseerklärung darauf hin, "wie eng dieses Verfahren mit den aktuellen Repressionen gegen die neuen Demokratiebewegungen in der Türkei verbunden ist". (>>HIER)


Ehrenpreis für Prof. Nermin Abadan-Unat


Die Migrationsforscherin Frau Prof. Nermin Abadan-Unat erhielt Ende April für ihre besonderen Verdienste den Ehrenpreis der Gesellschaft für türkischsprachige Psychotherapie und psychosoziale Beratung (GTP e.V.). Abadan-Unat hat die erste sozialwissenschaftliche Studie über die türkischen Gastarbeiter in Deutschland durchgeführt (1964). In dieser Studie ging es nicht in erster Linie um wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern um die Geschichten hinter diesen Erkenntnissen.


Mit Rakel Dink in Köln


Unter dem Titel "Zeitzeuginnen des Kampfes für Gerechtigkeit und Freiheit" traten am 10. März vier Frauen für ihre misshandelten, ermordeten Männer und Söhne auf: Rakel Dink, Yeter Gültekin, Işılay Karagöz, Şenge Kahraman für Hrant Dink, Hasret Gültekin, Enver Karagöz, die Söhne Kahramans und alle weiteren Opfer politischer Verfolgung. Plakat (>>HIER)


Fuat Bultan gestorben


Für die Hörer des WDR-Programms Köln Radyosu war er jahrzehntelang der Ratgeber - als Sprecher der türkischen Radiokolumne "Sorular ve Cevaplar" (Fragen & Antworten). Der 1933 geborene Autor Fuat Bultan war außerdem langjähriger Bundeskoordinator des Sozialdienstes der Arbeiterwohlfahrt für Türken in Deutschland. Als Gewerkschafter und politischer Aktivist engagierte er sich mit großem Einsatz für Demokratie und Menschenrechte, bildete Generationen von Sozialarbeitern aus, die sich in den "Türk Danış"-Beratungsstellen mit den Problemen der Einwanderer aus der Türkei auseinandersetzten. Bultan war zudem ein enger Begleiter des KulturForum seit den Anfängen in den 1980er Jahren, ebenso vom Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland (DOMiD). Er starb am 24. Januar 2013 in München im Kreise seiner Familie. Die Trauerfeier findet am 1. Februar um 9:30 Uhr in der Trauerhalle des Waldfriedhofs (Alter Teil, Fürstenrieder Straße 288, 81377 München) statt. (Foto: BR/WDR)


Palm-Preis an Rakel Dink


Anfang Dezember nahm Rakel Dink für ihren 2007 ermordeten Ehemann, den türkisch-armenischen Journalisten Hrant Dink, im Rahmen eines viel beachteten Festaktes in Schorndorf bei Stuttgart den Palm-Preis 2012 entgegen (Laudatio: Dr. Raffi Kantian). Bei einem gemeinsamen Empfang der Palm-Stiftung und des KulturForum in Köln sagte Rakel Dink, es sei ihr ein besonderes Anliegen, die Arbeit des Hrant Dink Forum Köln weiterhin aktiv zu unterstützen.

Neben Dink erhielt der ägyptische Schriftsteller Dr. Alaa-Aswani den Preis. Mehr (>>HIER)


KulturForum auf Facebook


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Fethiye Çetin in Bielefeld


Am 8. Oktober 2012 las die Istanbuler Anwältin und Autorin Fethiye Çetin aus ihrer 2004 in der Türkei erschienenen
Romanbiographie "Anneannem". Auf Deutsch erschien das Buch 2011 unter dem Titel "Meine Großmutter". Ort: Interkulturelles
Bildungswerk Friedenshaus, Bielefeld. Plakat (>>HIER)


DVD-Reihe "Menschenlandschaften"


6 DVDs + Bonusmaterial mit Portraits der Autoren Nazım Hikmet, Yaşar Kemal, Orhan Pamuk, Elif Şafak, Murathan Mungan, Aslı Erdoğan

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Verhaftungswelle in der Türkei


Der Verleger Ragip Zarakolu wurde im April 2012 aus einer halbjährigen Untersuchungshaft entlassen. Prof. Dr. Büşra Ersanlı und rund 100 andere Journalistinnen und Journalisten sind nach Angaben der OSZE weiter in Haft. Gegen die Verhaftungen haben der PEN und andere internationale Organisationen protestiert. Das KulturForum unterstützt diese Solidaritätsaktion. Mehr (>>HIER)


ROG-Untersuchungsmission zur Lage der Pressefreiheit in der Türkei


Angesichts der aktuell schwierigen Lage von Medienvertretern in der Türkei und des 20. Jahrestags der Einführung des Anti-Terror-Gesetzes am 12. April 2011 plant Reporter ohne Grenzen (ROG) im kommenden Monat eine Untersuchungsmission in der Türkei durchzuführen. In einer Presseerklärung vom 31. März kritisiert ROG die missbräuchliche Anwendung des bald 20 Jahre alten Gesetzes.
Seit einigen Monaten habe die Verfolgung von Journalisten unter Anwendung repressiver Mediengesetze in der Türkei stark zugenommen: "Jeder Journalist, Autor oder Publizist, der sich kritisch mit sensiblen Themen wie die Lage der kurdischen und armenischen Minderheiten, der Armee, dem Sicherheitsapparat oder dem Gründer der türkischen Republik, Mustafa Kemal Atatürk, auseinandersetzt, riskiert, juristisch verfolgt zu werden."
ROG bezieht sich auf mehr als 25 Artikel im türkischen Strafgesetzbuch, die direkt die Presse- und Meinungsfreiheit beschneiden. Das 1991 in Kraft getretene Anti-Terror-Gesetzes Nummer 3713 gehöre zu den problematischsten rechtlichen Regelungen in der Türkei.

Pressemitteilung ROG 31.03.2011
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